Warum Sie eine Markenstrategie brauchen.

Zulieferbetriebe suchen Facharbeiter, Handwerksbetriebe Nachwuchs. Der Fachkräftemangel macht vor keiner Branche halt. Gretchenfrage ist daher: Wie finden Sie die richtigen Mitarbeiter?

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Talente sind rar geworden – nicht nur die gut ausgebildeten, motivierten und talentierten Mitarbeiter, sondern Mitarbeiter fast jeder Qualifikationsstufe und Hierarchieebene. Von der Empfangsdame bis zum Vertriebsleiter, vom Ausbilder bis zum Azubi: Der „War for Talents“ ist in vollem Gang.

Als Universallösung macht das „Employer Branding“ die Runde. Schaut man aber genauer hin, stellt man fest: unter seinem Mäntelchen werden alte Methoden als neu und innovativ verkauft. Werbeagenturen strapazieren diesen Begriff, um Personalanzeigen bunter und mit mehr Bildern zu gestalten. Headhunter nutzen ihn, um ihr austauschbares Angebot aufzuwerten. Und Personalmanager versuchen, damit mehr Budget von Marketing abzugreifen: „Wir machen jetzt auch was mit Branding – und auf Facebook werben wir auch“ heißt die Devise.

Das alles sind keine neuen Ideen, sondern lediglich aufgehübschte Personalwerbe- und Recruiting-Methoden. Aber kommen die wenigstens an bei denen, die gemeint sind? 

Was ist gelungenes Employer Branding?

Employer Branding kann man als gelungen bezeichnen, wenn sich die Verantwortlichen grundlegend mit ihrer unternehmerischen Relevanz beschäftigen und eine starke und anziehungskräftige Arbeitgebermarke aufbauen. Unternehmen, denen das gelingt, profitieren von einem relevanten und messbaren Einfluss der Marke auf die weitere Entwicklung. Doch genau hier gibt es noch viel zu tun.

Zu beklagen, dass die Bewerber anspruchsvoller werden und man als Unternehmen nicht als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird, reicht bei Weitem nicht aus. Fakt ist: Insbesondere im Mittelstand haben die wenigsten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke auf ihre Zielgruppen abgestimmt. Und genau darum geht es - wie ein Beispiel aus dem Mittelstand zeigen soll.

Beispiel für gelungenes Employer Branding

Ein mittelständisches Unternehmen im ländlichen Raum im Südwesten hatte früh erkannt, was junge Talente wollen: Die Möglichkeit, eine Familie zu gründen und ein gutes Leben. So baute der Inhaber schon sehr früh einen Firmenkindergarten und unterstützte Neuzugänge bei der Wohnungssuche.

Heute braucht das Unternehmen die Konkurrenz von Unternehmen nicht zu scheuen. Nicht einmal aus den Ballungsgebieten. Die Vorteile überzeugen die jungen Mitarbeiter. Die leisten aber nicht nur hoch motiviert ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg, sondern berichten ihrerseits gern auf allem Kanälen von den Vorteilen, die ihnen ihr Arbeitgeber bietet. So spart der kluge Unternehmer zudem auch noch die Werbung.

Das Beispiel zeigt: Glaubwürdig geführte und attraktive Arbeitgebermarken haben offenbar eine enorme Anziehungskraft auf die passenden Talente. Mit einer solchen Arbeitgebermarke lassen sich leicht strategische Wettbewerbsvorteile aufbauen. Warum? Weil in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der ein Großteil der Wertschöpfung von Menschen erbracht wird, die Arbeitgebermarke einer der stärksten Erfolgstreiber ist.

Wenn Employer Branding Erfolgsfaktor wird

Wer die besten Fachkräfte anzieht und an sich bindet, macht also das Geschäft. Mehr noch: Bei Arbeitgebern mit hoher Reputation und vor allem mit hoher Relevanz für die eigenen Belange sind Arbeitnehmer eher bereit, beim Gehalt Kompromisse einzugehen. Das schafft Kostenvorteile in der Bilanz.

Insbesondere in Unternehmen, wo die Personalkosten den größten Kostenblock ausmachen, führt das zu relevanten Renditeverbesserungen. Damit wird Employer Branding zu einem kritischen Erfolgsfaktor für nahezu alle Unternehmen; ganz besonders aber für solche mit Schwerpunkt in der Dienstleistung.

Fazit: Unternehmen brauchen also Markenstrategien, die nicht nur Kunden überzeugen, sondern auch potentielle Mitarbeiter begeistern.

About the Author Angela Imdahl

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